Inhaltsverzeichnis

Fachkräfte Gesucht?

Wir Finden Passende Kandidaten Aus Dem Ausland – Inklusive Sprachvorbereitung, Dokumentenservice Und Onboarding In Deutschland.

Arbeitgeber, die LKW-Fahrer aus dem Ausland rekrutieren, brauchen vor allem zwei Dinge: Planbarkeit und Risikokontrolle. Die Kosten hängen weniger von „Recruiting an sich“ ab – sondern davon, welche Ausgangslage der Fahrer mitbringt (Führerschein/Qualifikation) und wie sauber Sie den Prozess steuern (BA-Zustimmung, Dokumente, Onboarding).

Wichtig: Für Berufskraftfahrer aus Drittstaaten ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) zentral. (make-it-in-germany.com)

1) Die 3 wichtigsten Kostentreiber (aus Arbeitgeber-Sicht)

1) Führerschein & Umschreibung (C/CE)

Wenn der Fahrer einen Drittstaaten-Führerschein hat, darf er nach Wohnsitzbegründung in Deutschland häufig nur 6 Monate damit fahren – danach ist eine Umschreibung nötig. (ADAC)
Für C/CE sind i. d. R. zusätzliche Nachweise erforderlich (ärztliche Untersuchung, augenärztliches Gutachten etc.). (Serviceportal Stadt Essen)

Konkretes Beispiel (Gebühren & Dauer, Stadt Essen):

  • Kosten Umschreibung: 45,10 € (Anlage 11 FeV oder Drittstaat)
  • Bearbeitungsdauer: ca. 4–6 Wochen (Serviceportal Stadt Essen)
    (Dazu kommen i. d. R. Prüfungs-/Fahrschulkosten je nach Einzelfall.)

2) Berufskraftfahrerqualifikation (FQN / „Code 95“)

Seit 23.05.2021 wird die Schlüsselzahl „95“ in Deutschland über den Fahrerqualifizierungsnachweis (FQN) dokumentiert (zusätzliche Karte). (Industrie- und Handelskammer)
Die Weiterbildung umfasst 35 Stunden alle 5 Jahre (typisch in Blöcken à mindestens 7 Stunden). (havelland.de)

3) Prozess (Visa/BA) + Einsatzstart (Onboarding)

  • Bei Drittstaaten-Beschäftigung: BA-Zustimmung läuft im Visumverfahren als internes Behördenverfahren. (make-it-in-germany.com)
  • Optionaler Beschleuniger: Vorabzustimmung der BA (gilt 9 Monate). (Bundesagentur für Arbeit)
  • Onboarding-Kosten: Dispo-Zeit, Mentor, Sicherheit/Unterweisungen, Fahrerkarte/Tachograph-Routine.

2) Kostenstruktur: Womit Arbeitgeber typischerweise rechnen sollten (ohne „Schönrechnen“)

Tipp: Definieren Sie vor Projektstart, wer was bezahlt (Arbeitgeber vs. Fahrer). Das verhindert Konflikte und Abbrüche.

KostenblockInhalt (Beispiele)Wer zahlt häufig?
Recruiting/ProjektsteuerungSuche, Vorauswahl, Interviews, DokumentencheckArbeitgeber
DokumenteÜbersetzungen, Beglaubigungen, ggf. Nachweiseje nach Modell
Visa/BA-ProzessUnterlagenpaket, Terminmanagement, ggf. VorabzustimmungArbeitgeber (oft)
Reise/StartkostenFlug, Erstunterkunft, Arbeitskleidungje nach Vereinbarung
Führerschein/UmschreibungGebühren, Prüfungen, ggf. Fahrschulehäufig gemischt
Medizinische Nachweise (C/CE)ärztlich/augenärztlich (für Umschreibung/Erteilung)je nach Vereinbarung (Serviceportal Stadt Essen)
FQN/Weiterbildung35h Weiterbildung, ModuleArbeitgeber oder gemischt (havelland.de)
Fahrerkarte/TachographBeantragung Fahrerkarte, Einweisung, ProzesseArbeitgeber (Organisation)

Fahrerkarte (Pflicht in der Praxis):
Die Fahrerkarte dient der Identifizierung und zeichnet Lenk-/Ruhezeiten auf. (KBA)

3) Zeitplan: 3 Szenarien (so planen Arbeitgeber realistisch)

Szenario A: Fahrer hat bereits EU/EWR/CH-Führerschein + Qualifikation

Schnellster Start, weil Umschreibung entfällt bzw. gering ist. (Recruiting → Vertrag → Onboarding → Einsatz)

Planung: 2–6 Wochen (stark abhängig von Interview-Geschwindigkeit und Onboarding).

Szenario B: Drittstaat-Führerschein, Umschreibung in Deutschland nötig

Planung: eher 8–16 Wochen bis stabiler Regelbetrieb (je nach Prüfungs-/Terminlage).

Szenario C: Fahrer kommt über Drittstaaten-Beschäftigung (Visa-Route) + Qualifikationsaufbau

Hier hängen Zeit & Risiko stark von Dokumenten, BA-Zustimmung und Qualifikationsstand ab. Für Drittstaatenfahrer ist BA-Zustimmung Bestandteil. (make-it-in-germany.com)
Vorabzustimmung kann helfen, Vorprüfung vorzuziehen (Gültigkeit 9 Monate). (Bundesagentur für Arbeit)

Planung: typischerweise mehrere Wochen bis Monate (Startkorridor statt Fixdatum).

4) Arbeitgeber-„Budget-Formel“ (praktisch)

Gesamtkosten pro Fahrer =

  1. Recruiting/Projektkosten
    1. Dokumente/Übersetzungen
    1. Visa/BA-Prozesskosten (optional Vorabzustimmung) (Bundesagentur für Arbeit)
    1. Reise/Startkosten
    1. Führerschein/Umschreibung/Prüfungen (falls nötig) (ADAC)
    1. FQN/Weiterbildung (35h/5 Jahre) (havelland.de)
    1. Onboarding-Kosten (Dispo/Mentor/Sicherheit/Fahrerkarte) (KBA)

Wichtig: Der teuerste Posten ist oft nicht „Gebühr“, sondern Fehlstart (Abbruch nach 2–4 Wochen). Deshalb ist Einsatzplanung (unten) Teil der Kostenkontrolle.

5) Einsatzplanung: So sparen Arbeitgeber Geld (Retention statt Dauer-Recruiting)

Minimal-Setup für die ersten 30 Tage:

  • fester Ansprechpartner (Dispo + Mentor)
  • Einweisung Tachograph/Fahrerkarte/Lenk-& Ruhezeiten-Routine (KBA)
  • klare Tourenlogik Woche 1 (keine „Stress-Tour“ am Tag 1)
  • Standardsätze/Kommunikation (Deutsch im Einsatz: Meldungen, Störungen, Pausen)

Wenn Sie LKW-Fahrer einstellen möchten, schicken Sie uns kurz (Stichpunkte reichen):

  1. Standort + Einsatzart (Nah/Fern, Solo/ADR ja/nein)
  2. gewünschter Startkorridor
  3. Führerscheinstatus (EU/Anlage 11/Drittstaat)
  4. Qualifikationsstatus (FQN/95 vorhanden? Weiterbildung geplant?)

Dann erstellen wir Ihnen einen Zeitplan + Kostenstruktur passend zu Ihrem Szenario.

post tags :

Leave A Comment